Platz 20 der Top 20
Gemelos 28
Die Zwillingstürme an der Punta Llisera stehen vier bis sechs Meter zu nah am Meer. Seit 2012 ist ihre Zukunft offen.
Die Geschichte
Die Baulizenz stammt vom 6. Juni 1988 – sieben Wochen bevor Spaniens Küstengesetz in Kraft trat. Gebaut wurde aber erst Jahre später, mit einer Genehmigung der Region von 2005. Der Staat klagte dagegen. Am 23. Juli 2012 gab ihm das Oberste Gericht recht: Die Türme stehen in der Schutzzone an der Küste, in der keine neuen Wohnhäuser erlaubt sind.
2017 entschied das Gericht der Region, dass nur der Abriss das Urteil umsetzen kann. Die Region musste rund 72 Millionen Euro für die Entschädigung der Käufer bereitstellen. Eine Schlichtung scheiterte 2020. Eine Kommission des Gerichts legte schließlich Oktober 2029 als Beginn des Abrisses fest.
Im August 2026 schlug die Region eine neue Strandpromenade für rund 50 Millionen Euro vor. Sie würde die Küstenlinie so verschieben, dass die Türme nicht mehr in der Schutzzone stünden. Dafür braucht es die Zustimmung des Ministeriums in Madrid. Bis heute sind die rund 170 Wohnungen bewohnt.
Gut zu wissen
- Derselbe Bauherr baute auch Gemelos 26.
- Die Kosten für Abriss und Entschädigung werden auf 100 bis 140 Millionen Euro geschätzt.
Offene Fragen
- Höhe, Architekt und Baujahr sind nicht bekannt. Mit 21 Etagen liegt der Turm vermutlich unter 80 Metern.