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Köpfe hinter der Skyline

Hinter jedem Turm stehen Menschen: ein Bürgermeister mit einem Plan, Architekten und ein Statiker, Bauherren mit sehr unterschiedlichen Methoden. Dazu kommen jene, die das alte Benidorm fotografiert und das neue ins Kino gebracht haben.

1922–2008 · Bürgermeister

Pedro Zaragoza Orts

Bebauungsplan
1956
Höhenbegrenzung aufgehoben
1963

Zaragoza war von 1950 bis 1967 Bürgermeister seiner Heimatstadt. In seiner Amtszeit entstand der erste Bebauungsplan für Benidorm, im April 1956 von der Provinzkommission für Städtebau genehmigt. 1963 hob eine Änderung die Höhenbegrenzung auf; im selben Jahr erhielt das Edificio Frontalmar als erstes Hochhaus die Lizenz, 1964 begann der Bau der Torre Coblanca. 1959 gründete er das Schlagerfestival der Stadt.

Er warb in ganz Europa für Benidorm: In Stockholmer Kaufhäusern ließ er blühende Mandelzweige verteilen, 1965 reiste er für die „Operación Laponia“ nach Finnland. Berühmt ist die Geschichte, er habe 1952 Bikinis im ganzen Ort erlaubt, sei dafür mit der Exkommunikation bedroht worden und neun Stunden mit der Vespa gefahren, um bei Staatschef Francisco Franco für seine Sache zu werben. Ein Dekret ist weder im Stadtarchiv noch im Archiv der Universität Alicante zu finden; ein früherer Gemeindebeamter sagte, der Bikini sei schlicht geduldet worden. Ein Historiker der Universität Alicante hält die Vespa-Fahrt für erfunden.

Quellen: Wikipedia EN, Pedro Zaragoza · Universidad de Alicante, Hito 4 · Universidad de Alicante, Hito 9 · Histobenidorm, 2021 · Astrolabio (juanjfdiaz), 2014

Architekt · Bebauungsplan 1956

Francisco Muñoz Llorens

Plan
1956, mit Luis Rodríguez
Hotel Victoria
Entwurf 1956/57

Der Architekt aus Alicante arbeitete im Wohnungsbauministerium, als Pedro Zaragoza ihn zum „Arquitecto Municipal Honorario“ ernannte, zum Ehren-Stadtarchitekten. Ein Gehalt gab es nicht, weil die Gemeinde kein Geld dafür hatte. Muñoz verfasste den Bebauungsplan von 1956, zusammen mit dem Architekten Luis Rodríguez. Der Plan sah noch eine Gartenstadt mit niedrigen Häusern vor, wurde aber zur Grundlage, auf der Benidorm ab 1963 in die Höhe wuchs.

Seinen Planvorschlag will er nach eigener Erzählung mit „cuatro rayajos“ eingereicht haben, mit vier Kritzeleien. Laut dem Blog Astrolabio übertrug er Le Corbusiers Hochhaus-Idee vom Büro auf das Wohnen.

In Benidorm baute er in den 1950er-Jahren selbst: Chalets, die Apartamentos Berlín und Los Ángeles (1958) und den Freizeitpark Manila Park (1958). Für das Hotel Victoria an der Straße nach Valencia, Bauherr José Moncho Mayor, zeichnete er 1956/57 einen ausgesprochen modernen Entwurf, während andere seiner Bauten jener Jahre traditionell blieben. Das Hotel bekam den ersten Hotelpool der Stadt, angelegt in einem früheren Bewässerungsbecken.

Quellen: Astrolabio (juanjfdiaz), 2016 · Valencia Plaza · El Periòdic · Juan-José Chiner Vives, Benidorm. Los orígenes de la ciudad vertical, 2006 · Juan-José Chiner Vives (Hg.), Los hoteles del paraíso 1954–1964, 2005

Architekt · Plan General 1990

Juan-José Chiner Vives

Plan General
1990
Ausstellungen
2005 und 2006/07

Der Benidormer Architekt verfasste die Revision des Bebauungsplans, die 1986 unter Bürgermeister Manuel Catalán Chana begann. Daraus wurde der Plan General von 1990, der bis heute gilt. In den Hochhauszonen erlaubt er, 30 Prozent eines Grundstücks zu überbauen, eine feste Höhengrenze gibt es nicht.

Chiner ist auch der Chronist der frühen Jahre. 2005 kuratierte er im Kulturzentrum der CAM in Benidorm die Ausstellung „Los hoteles del paraíso 1954–1964“ mit Hotelprospekten aus dem Stadtarchiv, 2006 zum 50. Jahrestag des Plans von 1956 die Ausstellung „Benidorm. Los orígenes de la ciudad vertical“. In deren Katalog räumt er mit einem Mythos auf: Dass Benidorm 1956 den ersten Plan General Spaniens gehabt habe, halte einer Prüfung der Akten nicht stand.

Quellen: Mª Nieves Higueras López, Benidorm, estudio de su modelo urbanístico (Proyecto Fin de Grado), 2012 · Juan-José Chiner Vives, Benidorm. Los orígenes de la ciudad vertical, 2006 · Juan-José Chiner Vives (Hg.), Los hoteles del paraíso 1954–1964, 2005

Soziologe · „Benidorm, ciudad nueva“

Mario Gaviria

Studien
1972–1974
Buch
Benidorm, ciudad nueva (1977)

Der Soziologe führte 1972 bis 1974 die ersten systematischen Studien zu Benidorms Stränden und ihren Nutzern durch. Daraus entstand mit José Miguel Iribas, Françoise Sabbah und Juan Ramón Sanz Arranz das zweibändige Werk „Benidorm, ciudad nueva“ (Editora Nacional, Madrid 1977; Chiner nennt 1975).

Das Buch wertet die Bauordnungen von 1956 bis 1974 Zone für Zone aus: Höhen, Mindestgrundstücke, Abstände und Bauvolumen. Seine Tabellen sind die Grundlage späterer Abschlussarbeiten über Benidorms Stadtplanung. Gaviria zeigte auch, dass die Volumenregel das Bauvolumen in der Praxis nicht konstant hielt. Nach seinen Zahlen durfte man auf 1.000 m² an der Playa de Levante 1956 2.580 m³ bauen, nach den Änderungen ab 1958 4.000 m³.

Quellen: Juan-José Chiner Vives, Benidorm. Los orígenes de la ciudad vertical, 2006 · Mª Nieves Higueras López, Benidorm, estudio de su modelo urbanístico (Proyecto Fin de Grado), 2012 · Pedro Touceda Gutiérrez, Reconstrucción del desarrollo urbano de Benidorm (TFG, ETSAM-UPM), 2024

Architekt · Edificio Frontalmar

Vicente Aliena Goiti

Lizenz Frontalmar
1963
Tragwerk
Stahlskelett

Der Architekt plante in Valencia das Edificio Frontalmar an der Playa de Levante, das 1963 die Baulizenz erhielt. Laut der schwer lesbaren Planlegende war er zugleich Miteigentümer. Der Ausstellungskatalog von Juan-José Chiner Vives nennt das Frontalmar den ersten Wolkenkratzer Benidorms; 1964 war es im Bau.

Im Bauantrag hieß es, ein Turm sei schöner als 125 Meter Häuserfront mit den üblichen fünf Geschossen und lasse Platz zum Parken. Die Stadt stimmte zu, weil das Volumen gleich blieb, aber mehr Freifläche und Meerblick entstanden. Gebaut wurde mit einem Stahlskelett nach dem Vorbild der Finca de Hierro in Valencia. Diese Bauweise blieb in Benidorm bis Anfang der 1970er-Jahre üblich, dann setzte sich Stahlbeton durch.

Quellen: Juan-José Chiner Vives, Benidorm. Los orígenes de la ciudad vertical, 2006 · Miriam Ponce, Así se lee Benidorm (Universidad de Alicante), 2022

1927–2005 · Architekt

Juan Guardiola Gaya

Bauherr
Coblanca
Türme
Torre Coblanca, Torre Benidorm

Guardiola stammte aus Reus und schloss 1957 in Barcelona ab. Als Student arbeitete er bei Francesc Mitjans am Camp Nou mit und lernte dort den Sichtbeton kennen. Für die Baufirma Coblanca entwarf er von 1963 bis 2000 die meisten ihrer Bauten, Dutzende Hochhäuser. Den Anfang machte die Torre Coblanca, eines der ersten Hochhäuser der Stadt.

Eine Studie der Universität Alicante vergleicht den Turm mit Mies van der Rohes Lake Shore Drive Apartments in Chicago, aber als Gegensatz: Mies ordnet alles um einen zentralen Kern, Guardiola richtet die Wohnungen nach Sonne und Aussicht aus. Er malte und baute Assemblagen. In Alicante entwarf er das Casino an der Explanada (1976), in Benidorm das Einkaufszentrum La Noria (1979).

Quellen: Vía Arquitectura · Crónica Global, 2025 · RUA, Universidad de Alicante

Architekt

Roberto Pérez-Guerras

Türme
Intempo, Neguri Gane

Der Architekt aus Alicante hat nach eigenen Angaben fünf Türme in Benidorm entworfen, darunter Neguri Gane, gemeinsam mit Julio Pérez Gegúndez, und Intempo. Vor jedem Entwurf besucht er das Grundstück, gern bei Sonnenaufgang. Beim Intempo soll eine Möwe den Ausschlag für die Höhe gegeben haben; oben sitzt, wie er sagt, „ein Kegel, ein Diamant“.

Manches blieb Papier: ein Benidormer Turm, dessen oberste 20 Etagen sich drehen sollten, und eine Moschee über dem Meer in Libyen. 2022 erschien seine Biografie „Construyendo fuertes“ von Martín Sanz Moros. Vorgestellt wurde sie im Intempo.

Quellen: Alicante Plaza · Pérez-Guerras Arquitectos · CTBUH Skyscraper Center

1935–2018 · Architekt

Antonio Escario Martínez

Turm
Gran Hotel Bali, 186 m

Escario, geboren in Albacete, entwarf das Gran Hotel Bali. Ausgearbeitet wurde der Entwurf im Team mit F. Candel, R. Luelmo und F. Sanchís. In Benidorm hatte er zuvor schon das Edificio Santa Margarita gebaut.

Von 1970 bis 1989 führte er mit José Antonio Vidal und José Vives das Büro „Escario, Vidal y Vives“. Zu seinen Bauten zählen die „Pagoda“ in Valencia, das Museum von Albacete, der Flughafen Vigo und der Sitz des EU-Markenamts in Alicante. Er starb 2018 in Valencia.

Quellen: Wikipedia ES, Antonio Escario · Revista de Obras Públicas, 2014 · CTBUH Skyscraper Center

† 2023 · Bauingenieur

Florentino Regalado Tesoro

Projekte
über 4.500
Türme (Auswahl)
Intempo, Gran Hotel Bali, Torre Lúgano, Neguri Gane, Kronos

Kaum ein Name steckt in so vielen Benidormer Türmen. Der Ingenieur aus der Provinz Cáceres, in Alicante „ein cacereño de Alicante“ genannt, berechnete das Tragwerk von Intempo, Gran Hotel Bali, Torre Lúgano, Neguri Gane, Kronos, Torre Levante, Costa Blanca I und den Miragolf-Türmen. Insgesamt rechnete er über 4.500 Projekte. Das Rathaus von Benidorm soll er von Hand gerechnet haben.

2014 erklärte er in der Revista de Obras Públicas die Geschichte des Benidormer Hochhausbaus aus Ingenieurssicht. Für Costa Blanca I nennt er Wandscheiben von 8,50 Metern und eine Schlankheit von 1:13. Am 3. Juni 2026 benannte Alicante die Fußgängerbrücke über die Avenida de Dénia nach ihm.

Quellen: Ayuntamiento de Alicante, 2026 · Revista de Obras Públicas, 2014 · CTBUH Skyscraper Center

Architekt

Carlos Gilardi

Türme
Torre Levante, Hotel Meliá Benidorm

Gilardi entwarf die Torre Levante (1985); das Tragwerk rechnete Florentino Regalado. Der Turm gilt als erstes Gebäude Benidorms über 100 Meter. Laut Regalado fiel die Aussteifung im Sockel bewusst klein aus, weil die Ladenflächen im Erdgeschoss so wertvoll waren. Gilardi nennt den Turm bis heute als erste Referenz seines Büros. Später baute er das Hotel Meliá Benidorm, die SHA Wellness Clinic in Albir und das Palau Altea. Er ist seit rund 40 Jahren als Architekt tätig.

Quellen: CTBUH Skyscraper Center · Revista de Obras Públicas, 2014 · Houzz, Carlos Gilardi

1937–2014 · Bauunternehmer

Manuel Peláez Castillo

Firma
ECISA, gegründet 1968
Türme (Auswahl)
Neguri Gane, Sol de Poniente, Gemelos 26, Don Jorge, Torre d'Oboe

Peláez stammte aus Benalúa de las Villas bei Granada, hatte keinen Schulabschluss und arbeitete als Kellner und Baustoffhändler. 1968 gründete er mit seinen Brüdern Miguel und José Luis auf den Kanaren die Baufirma ECISA (Estructuras y Cimentaciones Insulares). Bei jedem Baustart galt das Motto „¡Vamos directos al triunfo!“.

In Benidorm baute ECISA über 30 Hochhäuser mit mehr als 25 Stockwerken, mehr als ein Drittel aller Türme der Stadt. Dazu gehören Neguri Gane, Sol de Poniente, Gemelos 26, Don Jorge, Cibeles und das Rathaus. Die Firma setzte früh auf Kassettendecken aus Stahlbeton statt auf Stahlträger.

Quellen: El Español, 2022 · CTBUH Skyscraper Center

† 2026 · Bauunternehmer und Hotelier

Joaquín Luis Pérez Crespo

Baubeginn
1988
Eröffnung
17. Mai 2002

Pérez Crespo begann 1988 mit dem Gran Hotel Bali am Westende von Poniente. Er finanzierte den Bau ohne Bankkredit, deshalb zog er sich rund 14 Jahre hin. Bei der Eröffnung am 17. Mai 2002 war das Hotel mit 186 Metern das höchste Gebäude Spaniens und das höchste Hotel Europas. Er blieb bis zuletzt Eigentümer. Im Dezember 2025 ehrten ihn rund 50 Benidormer Hoteldirektoren bei ihrem Jahrestreffen im Bali. Er starb Anfang August 2026.

Quellen: Arquitectura Viva · Alicante Plaza, 2026 · Alicante Plaza, 2025

† 2009 · Freskenmaler und Hotelier

Felipe Pastor

Grundstück
11.635 m²
Eröffnung Delfín
1963

Pastor sah das Grundstück am Westende von Poniente 1957 und soll gesagt haben: „Ihr steht auf Gold.“ Am 30. Dezember 1957 kaufte er mit Partnern 11.635 Quadratmeter. Am 20. Juli 1963 eröffnete dort das Hotel Delfín. Die vier geometrischen Delfine an der Fassade entwarf und malte er im selben Jahr selbst, direkt auf die Wand.

In den 1970ern warb er in London Reiseveranstalter an. Er baute auch das Hotel Los Dálmatas, das heutige Hotel Port Benidorm. Pastor starb 2009 in Madrid, über 90 Jahre alt. Wo sein Hotel stand, entsteht heute der Gran Delfín.

Quellen: Histobenidorm, 2015 · Alicante Plaza, 2023

1950er–60er · Hoteliers

Die Hoteliers der ersten Stunde

Größtes Hotel um 1960
Avenida, 122 Zimmer
Ganzjährig offen 1961/62
12 Hotels

Bevor die Hochhäuser kamen, bauten Familienbetriebe die ersten Hotels. Francisco Climent Pallarés leitete und besaß das Hotel Avenida an der Calle Martínez Alejos; mit 122 Zimmern war es um 1960 das größte der Stadt. Seine Prospekte von 1958 und 1960 sind die ältesten in der Sammlung des Stadtarchivs. José Moncho Mayor ließ sich von Francisco Muñoz Llorens das Hotel Victoria planen, das den ersten Hotelpool Benidorms bekam.

Ramón Ferrando Solbes besaß Hotel und Residencia Madrid, José Martorell leitete das L'Illa an der Playa de Levante. Für Manuel Fuster Albarat entstanden 1958 Umbaupläne für ein Hotel im früheren Chalet Payá, das später Planesia hieß. 1961/62 hatten schon zwölf Hotels das ganze Jahr geöffnet, zusammen fast 80 Prozent der Hotelbetten.

Quellen: Juan-José Chiner Vives (Hg.), Los hoteles del paraíso 1954–1964, 2005 · Histobenidorm, 2013

† 2015 · Bauträger

José Ignacio de la Serna

Türme
Neguri Gane, Intempo

Der Bauträger aus dem Baskenland baute Neguri Gane (1998–2002). Der Name verweist auf das Villenviertel Neguri bei Bilbao. Mit 148 Metern war der Turm das höchste Wohnhaus Spaniens, bis 2007 die Torre Lúgano fertig wurde.

Danach begann de la Serna das Intempo, über die Firma Olga Urbana, an der er als Mehrheitsgesellschafter beteiligt war. Damit stand er hinter zwei Türmen, die jeweils als höchste Wohnhäuser Spaniens galten. Er starb im Februar 2015.

Quellen: Valencia Plaza, 2015 · Wikipedia ES, Intempo · CTBUH Skyscraper Center

Bauträger · seit 1969

Familie Serna (TM Grupo Inmobiliario)

Gegründet
1969, Orihuela
Höchstes Projekt
TM Tower, 230 m

José Luis Serna baute 1969 in Orihuela die ersten Wohnungen; daraus wurde TM Grupo Inmobiliario mit Sitz in Torrevieja. Heute leiten Ángeles, Pablo und Jesús Serna das Unternehmen, Pablo Serna als CEO. In Benidorm entstand ab 2016 in La Cala zunächst Sunset Drive.

Im Januar 2018 kaufte TM laut EjePrime 165.000 Quadratmeter in zweiter Reihe von Poniente und baute dort unter anderem Sunset Sailors. Das größte Projekt ist der TM Tower: 230 Meter, laut TM das künftig höchste Wohnhaus Europas, mit einer Skybar samt Sternwarte im 63. Stock. Vorgestellt wurde er im September 2025 vor fast 400 Gästen mit einer Drohnenshow.

Quellen: El Debate, 2026 · EjePrime, 2018 · TM Grupo Inmobiliario, 2025

1903–1971 · Zauberkünstler und Postkartenfotograf

Fredo Marvelli

Friedrich Jäckel aus Breslau trat ab 1920 als Zauberer „Fredo Marvelli“ auf und wurde in Berlin bekannt. Anfang der 1950er kam er mit Auto und Wohnwagen durch Benidorm und kehrte bald zurück; eine Genehmigung erlaubte ihm 30 Tage Camping am Levante-Strand. Begraben ist er in Benidorm.

Weil er 1954 keine Lizenz für Fotografie gegen Geld bekam, verlegte er sich auf Postkarten, angeblich als Erster in Benidorm mit Patent. Mitte der 1960er gab er Laden und Patent an Foto Rueck ab. Seine Karten zeigen Benidorm kurz vor den ersten Hochhäusern.

Quellen: Histobenidorm, 2015 · Biblioteca Valenciana (BIVALDI)

1909–1974 · Fotografin und Bildjournalistin

Ilse Steinhoff

Die Fotografin aus Barmen fotografierte bei den Olympischen Spielen 1936 und unternahm Bildreisen durch Afrika. Nach dem Krieg arbeitete sie als Bildjournalistin, zunächst in Saarbrücken, ab 1950 von Stuttgart aus. Ihre Fotosammlung mit rund 2.000 Positionen ging 2010 an die Basler Afrika Bibliographien.

Von ihr stammt eine Aufnahme des Hafens von Benidorm mit Fischerbooten und Blick über Poniente zum Tossal de la Cala, laut Archiv um 1930 entstanden. Das Bild liegt im Nachlass Fernández Fuster der Universität Zaragoza und ist frei lizenziert.

Quellen: Wikipedia DE, Ilse Steinhoff · Universidad de Zaragoza (Flickr)

1901–1994 · Ethnologe

Olof Hasslöf

Aufnahmen
11./12. November 1959

Der Schwede promovierte 1949 über die Fischer der schwedischen Westküste, war von 1946 bis 1967 Intendant am Schifffahrtsmuseum Stockholm und lehrte vergleichende Volkskunde in Stockholm und Kopenhagen. Am 11. und 12. November 1959 fotografierte er Benidorm als Fischerort: Boote am Strand, Netzpflege auf der Mole, den Ort über dem Hafen mit ersten mehrstöckigen Neubauten. Sein Fotoarchiv mit rund 3.000 Bildern liegt im Bohusläns museum in Uddevalla.

Quellen: DigitaltMuseum, Bénidorm 1959 · DigitaltMuseum · DigitaltMuseum (Biografie)

Tourismusforscher und Sammler

Luis Fernández Fuster

Fernández Fuster schrieb Standardwerke der Tourismusforschung, darunter „Geografía general del turismo de masas“ und „Introducción a la teoría y técnica del turismo“. Sein Nachlass liegt an der früheren Escuela de Turismo in Huesca, heute Bibliothek der Fakultät für Unternehmen und öffentliche Verwaltung der Universität Zaragoza.

Darin sind Fotos des staatlichen Tourismusarchivs, darunter viele frühe Benidorm-Aufnahmen, etwa von Ilse Steinhoff, R. Arranz und E. de la Vega. Die Universität stellt sie frei lizenziert online. Viele Damals-Bilder dieser Website stammen daher.

Quellen: Universidad de Zaragoza (Flickr) · Katalog Université de Nantes · Katalog Universidad de El Salvador

1946–2013 · Filmregisseur

Bigas Luna

Film
Huevos de oro, 1993

Der Regisseur, Maler und Fotograf aus Barcelona drehte 1993 „Huevos de oro“, den zweiten Teil seiner „Iberischen Trilogie“. Javier Bardem spielt Benito González, einen Aufsteiger, der seinen eigenen Wolkenkratzer bauen will. Gedreht wurde unter anderem in Benidorm, Melilla und Miami. Im Bild steht der Rohbau des Gran Hotel Bali, im Frühjahr 1993 irgendwo jenseits des 30. Stocks. Fertig wurde das Hotel erst neun Jahre später.

Quellen: Wikipedia EN, Golden Balls · Astrolabio (juanjfdiaz), 2013 · Wikipedia EN, Bigas Luna

* 1960 · Filmregisseurin

Isabel Coixet

Film
Nieva en Benidorm, 2020
Hauptrolle
Timothy Spall

Die mehrfache Goya-Preisträgerin schrieb und drehte „Nieva en Benidorm“ (2020), produziert von El Deseo mit RTVE, Movistar+ und ViacomCBS. Timothy Spall spielt Peter, einen Bankangestellten aus Manchester im Vorruhestand. Er reist nach Benidorm, um seinen Bruder Daniel zu besuchen, der dort lebt und verschwunden ist.

Daniel wohnt in der Torre Lúgano; eine der ersten Einstellungen ist von der Terrasse dieser Wohnung gedreht. Gedreht wurde ab Januar 2020, Premiere war am 24. Oktober 2020 beim Filmfestival Seminci in Valladolid.

Quellen: El Hype · Benidorm Film Office · Wikipedia EN, It Snows in Benidorm

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